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Alles bleibt anders
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Pressemitteilung

„Alles bleibt anders
– Epilepsien im höheren Lebensalter“

Zentrale Veranstaltung zum „Tag der Epilepsie“ in Kehl-Kork


„Alles bleibt anders – Epilepsien im höheren Lebensalter“, unter die-sem Motto steht in diesem Jahr der bundesweite „Tag der Epilepsie“, zu dem die Deutsche Epilepsievereinigung (DE) sowie das Epilep-siezentrum Kork am Sonnabend, 7. Oktober 2006 nach Kehl-Kork einladen.

Die zentrale Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr mit Grußworten und einem Vortrag zum Tagesthema von Prof. Dr. Bernhard J. Stein-hoff, Ärztlicher Direktor des Epilepsiezentrums Kork. Nach einer Mit-tagspause stellen deutsche und französische Epilepsieselbsthilfe-gruppen sowie deren Verbände ihre Arbeit vor. Außerdem bieten die Epilepsiekliniken Führungen, Gespräche zu diagnostischen und the-rapeutischen Fragen sowie zu sozialen Fragen, die sich aus einer Epilepsieerkrankung ergeben können.

Bereits am Abend des 5. Oktober 2006 werden sich Prof. Dr. Bern-hard J. Steinhoff und Prof. Dr. Volker Schuchardt, Neurologische Kli-nik Lahr, in einem Expertengespräch dem Thema widmen „Wenn plötzlich alles anders ist – Schlaganfälle und Epilepsien im Alter“.

Der Anteil epileptischer Neuerkrankungen in der Gesamtbevölkerung erhöht sich mit steigendem Lebensalter. Zu den bekanntesten Auslö-sern im höheren Lebensalter gehören akute Krankheiten mit direkter oder indirekter Beteiligung des Gehirns. Schlaganfälle und Durchblu-tungsstörungen sind zu 70 Prozent Ursache für die Entwicklung einer Spätepilepsie. Zwischen vier und zehn Prozent der Patienten entwi-ckeln nach einem Schlaganfall eine Epilepsie. Zwei Drittel der Schlaganfallpatienten können bei guter Behandlung mit Antiepilepti-ka anfallsfrei werden. Weitere Auslöser für Altersepilepsien sind Tu-more im Gehirn, Entzug von Alkohol oder Medikamenten, Schlafent-zug oder fieberhafte Infekte.

Mit dem „Tag der Epilepsie“, der seit 1996 in Deutschland begangen wird, wollen die Betroffenen über die Krankheit Epilepsie informieren, Vorurteile abbauen und mehr Akzeptanz in der Gesellschaft erzielen. Gleichzeitig dient der „Tag der Epilepsie“ auch Ärzten, Sozialarbei-tern oder Pädagogen, ihre Kenntnisse und Erfahrungen auszutau-schen und zu aktualisieren.


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Letzte Aktualisierung01.10.2011